2 Aufbruch | Die größte Challenge

Meine Kinder.

Alleine, wenn ich dran denke, zerreißt es mir das Herz.

Meine Kinder sind im Homeschooling groß geworden. So richtig. Als ich sie 2016 aus der Schule genommen habe, wollten mich so einige in die Psychiatrie stecken, weil das für sie so absurd war.

Lies gern hier nach, wie es mir da gegangen ist!

Mir ging das damals so gegen den Strich, dass meine Kinder fremdbetreut werden sollen, damit ich andere Kinder betreuen kann. Und niemanden ging es wirklich gut damit.

Somit nahmen wir den in Österreich gesetzlich erlaubten Häuslichen Unterricht in Anspruch und waren dann einige Jahre reisend unterwegs.

Was damals aber so richtig passiert ist: Wir wurden ein echt gutes Team. Das sind wir bis heute. Ich fühl eine richtig tiefe, schöne Verbindung und Liebe zu meinen Kindern.

Das wir jetzt dann getrennt sein sollen, fühlt sich krass schmerzhaft an für mich.

Und doch merke ich, dass ich in dem Punkt ins Drama kippe. Dass sich der Kopf einschaltet.

Bleibe ich im Herz, tuts weh. ja. Aber es ist nicht unbewältigbar.

Jetzt zu gehen, zumindest eine Zeitlang, und nicht wissend, was dann kommen wird, fühlt sich einerseits creepy und andererseits total wichtig an.

Ich fühl mich da, wo ich bis jetzt war, nicht mehr wohl. Schon lange nicht mehr. Und dennoch bin ich den Kindern zuliebe geblieben.

Doch meine Kinder werden größer und meine Zeit des „Wartens“ (ja, auf was eigentlich???) wird immer länger.

Aber auch ich – und auch du – wir haben auch nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Und ganz ehrlich?

Mich als Kind meiner Mama machts glücklich, wenn meine Mama glücklich ist. Und ich wünschte, sie würde mehr dafür tun!

Also riskier ich das Leben. Entscheide mich dafür. Zu leben. So richtig. Und kann nur hoffen, dass wir es gut aufarbeiten können und sie meine Schritte als Inspiration mitnehmen für ihr eigenes, gelebtes Leben.

Meine Liebe und mein Support sind ja trotzdem da. Sie sind bei ihrem Papa bestens aufgehoben.

Auch die Kinder sagen ja. Wir kriegen das hin. Selbst wenns uns das Herz zerreißt. Entwicklung ist oft unbequem und dennoch fühlt sie sich richtig an.

Ich vermute mal, dass es die Klarheit und Stabilität in mir ist, die uns die nächsten 2 Monate durch diese Vorbereitungszeit manövriert. Welle für Welle. Mal flipp ich aus vor Freude, mal lieg ich stundenlang heulend in meiner Praxis und fühl mich sterbend.

Nur eins stirbt nie. Das Gefühl, dass es richtig ist.

Auch das ist neu für mich.

Ich bin (war!) Meister der Schwankungen. Gleich bin ich voller Energie und dem Gefühl: come on, lass uns machen – um dann den völligen Einbruch zu haben. Entweder werde ich krank oder es kommt sonst irgendwas dazwischen, es passiert was.

Das ist jetzt anders. Das hat sich definitiv verändert. Ich fühl mich wesentlich stabiler in mir als früher. Innerwork wirkt.

2 Kommentare

  • Diana

    So so mega Kerstin!!!
    Danke fürs Mitnehmen auf deine intesive Reise innen wie aussen.
    Als wir dich im Herbst besucht haben, wusste ich schon, dass du gehen wirst 😘

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